Pfarrgemeinderat unterwegs in Augsburg
Nach einer Coronazwangspause hat nun der PGR unserer SE endlich seine vertagte Reise zur Gemeinschaftspflege und Horizonterweiterung in Angriff nehmen können. Augsburg war das Ziel und wir ließen uns von dem Charme der Stadt und ihrer geschichtlichen Bedeutung in Bann ziehen. Alle Räte/innen waren total begeistert von dieser kurzen „Zwischenzeit“, die unsere Sitzungsperiode sehr kreativ unterbrochen hat und uns ein Stück belebt hat. Schön, dass wir neben der Arbeit auch die Momente des Miteinanders genießen durften.
Klausurtagung in Trochtelfingen war eine runde Sache
Am vergangenen Freitag und Samstag traf sich der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit in der Pfarrscheuer in Trochtelfingen zu seiner Klausurtagung. Üblicherweise tagt der PGR jedes Jahr, um wichtige pastorale und strukturelle Fragen zu besprechen und Lösungen zu suchen. Auf Grund der Pandemiesituation haben wir zwei Jahre aussetzen müssen. Das war deshalb sehr schade, weil wir nach der Wahl des neuen PGR’s keine echten Kontaktmöglichkeiten hatten. Der persönliche Austausch hat echt gefehlt und deshalb war es dringend nötig, dass wir uns treffen, um Beziehungspflege zu betreiben und uns mit wichtigen Themen zu beschäftigen. Drei Fragen standen zur Diskussion: 1. Weltkirche; 2. Kirchenentwicklung 2030 in unserer Diözese; 3. Kirche vor Ort. In Gruppen tauschten wir unsere Erfahrungen aus, denn jeder PGR ler spürt einen kräftigen Gegenwind in seiner Umgebung. Die Kirche steht in einer noch nie erlebten Krise. Der Glaubwürdigkeitsverlust ist enorm. Skandale reichen sich die Hand. Austritte sind an der Tagesordnung. Der Gottesdienst vor Ort wird zur Feier für eine winzig kleine Schar. Das geht jedem unter die Haut, das macht unsicher und hilflos, das frustriert. Alles steht in Frage, Sicherheiten und klare Antworten gibt es nicht. Wer hat das richtige Rezept, um alle Probleme zu lösen oder gibt es das gar nicht? Wie geht es mir als Person mit dieser Kirchen- und Glaubenskrise? Wie fühle ich mich in den Auseinandersetzungen? Habe ich Antworten? Habe ich noch Kraft und Lust mitzumachen? Was gibt es für Impulse aus Rom und aus Freiburg? Sollten wir alles so machen wie früher? Oder muss eine grundlegende Erneuerung der Kirche geschehen? Was können wir vor Ort tun? Viele Fragen haben uns umgetrieben und uns beschäftigt. Mit einem ansprechenden spirituellen Impuls über die schwierige Situation des Propheten Elia starteten wir am Freitag um 18 Uhr in der St. Martinskirche. Um 19 Uhr gingen wir ins Bräuhaus zum Abendessen und setzten unsere Kennenlernrunde anschließend in der Pfarrscheuer fort. Am Samstag eröffnete das Morgenlob den Tag. In der Folge trafen wir uns in Arbeitskreisen zum Thema Weltkirche, Kirche 2030 in der Diözese und Kirche vor Ort. Ein ganz wichtiges Ergebnis für uns war, dass wir die Gemeindeteams vor Ort ganz intensiv in die Diskussion und die Informationsphase zum Thema Kirche 2030 einbeziehen müssen. Die Gemeindeteams werden in der nächsten Strukturreform unserer Meinung nach eine ganz wichtige Rolle spielen. Daher wollen wir diesen Faden aufgreifen und Wege der Kommunikation und der Information suchen. Das werden wir in den nächsten Sitzungen vertiefen müssen und einen Weg suchen, wie wir das Problem lösen. In guter Atmosphäre und mit etwas neuem Mut ging die Sitzung zu Ende und man konnte sich noch auf ein sonniges Wochenende freuen.

Quelle: Alena Wassmer

Quelle: Sabine Teufel-Rick
