Linsenbergkapelle (Maria gratia plena)

Quelle: Pfarrbüro

 
 
Die Linsenbergkapelle “Maria gratia plena” bei Harthausen
 
Den Linsenberg, ein 10 ha großes Waldstück nordöstlich von Harthausen, vermachte 1869 Katharina Hanner der Heiligenpflege Feldhausen, nachdem bereits ihr Ehemann, der Adlerwirt Thomas Hanner, sowie ihr Sohn Johann Baptist in jungen Jahren verstorben waren. „Für diese Zuwendung“ – so das Testament  - „hat die Heiligenpflege zu meinem Andenken eine kleine Kapelle auf dem Linsenberg, geweiht der Heiligen Jungfrau Maria, zu erbauen.“
1872 wurde diese Kapelle dann auf einem rechteckigen Grundriss mit 3/8 Chor erbaut und erhielt als Patrozinium „Maria gratia plena – Maria voll der Gnade“.
1928 brachte man noch ein Glockentürmchen mit einer Glocke an der Giebelseite der Kapelle an.
Die Innenausstattung stammt weitgehend aus der Erbauungszeit, der im neogotischen Stil gehaltene Altaraufbau jedoch erst aus dem Jahr 1904. Die bisher nur lose aufgestellten Statuen wurden nun durch die mit Blattrankenwerk verzierte Holznische einheitlich verbunden. In der Nische steht eine farbig gefasste Gipsfigur Mariens mit dem Jesuskind. Sie stammt von der Münchner Kunsthandlung Mayer & Cie., Institut für christliche Kunst. In ganz Europa kann man Figuren dieses Unternehmens aus jener Zeit finden. 2009 wurde die Marienstatue restauriert. Links und rechts von ihr stehen auf kleinen Pfeilern der heilige Aloisius und frühchristliche Märtyrerin Agnes, die als Erkennungszeichen ein Schaf auf ihren Armen hält. Beide Heilige wurden als Patrone der Jungend verehrt. Die Statue des heiligen Aloisius erinnert daran, dass früher an sechs Sonntagen im Jahr die Aloisius andachten an dieser Kapelle stattfanden.
Unmittelbar neben dem Altar hängen zwei Gemälde mit Herz Jesu- und Herz Mariä- Darstellungen, daneben Bilder mit dem heiligen Aloisius und dem heiligen Antonius von Padua. Fernen haben im hinteren Teil der Kapelle ein Bild des dornengekrönten Jesus sowie eines der Heiligen Familie ihren Platz gefunden. Letzteres malte 1890 der Maler Constantin Hanner.
Hinter der Kapelle wurde anlässlich der Hundertjahrfeier ein Kreuz errichtet, im Westen befindet sich eine Lourdesgrotte, im Osten hat 1995 das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges seinen Platz gefunden, das 1925 neben der Harthausen Kirche aufgerichtet worden war.
Die Linsenbergkapelle, die das ganze Jahr über zum Gebet einlädt und von vielen Gläubigen besucht wird, ist in ihrer ursprünglichen Ausstattung ein schönes Beispiel der Frömmigkeit und des Geschmacks des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
 
Quellen: Gotteshäuser auf der Alb (Christian Würtz)
 
 
 

Quelle: Fanny Osswald

wunderschöner Maialtar in der Linsenbergkapelle
 
 

Quelle: Axel Hepp

 
Linsenbergkapelle liebevoll weihnachtlich geschmückt und gepflegt von Familie Hepp
 
 

Quelle: Axel Hepp

Weihnachten 2022